Testimonials

Andreas Behringer (Erfahrungsbericht Andreas Behringer, KOREHA 6, Hauptstudium)  

Warum sollte man für ein Studium nach Köln und anschließend extra nach Heerlen (Holland) fahren? Weil es sich lohnt. Ich bin 27 Jahre alt und fahre jeden Monat gerne nach Heerlen zur Zuyd Hogeschool. Ja, man kann sogar sagen, ich freue mich immer, wenn das Studienwochenende näher rückt. Oft werde ich gefragt, was es mir bringt, extra dafür nach Holland zu fahren. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, diese Gedanken hätte ich nie gehabt. Was aber hat mich letztlich doch überzeugt? Meine Begeisterung begann bereits im Grundstudium noch vor der ersten Vorlesung an der Zuyd Hogeschool. Grund dafür war die Vielfalt der Teilnehmer. Es ist ein Studiengang, bei dem Ergotherapeuten aus ganz Deutschland zusammenkommen und so ist fast jedes Bundesland vertreten. Alleine dadurch findet schon ein riesiger Austausch statt. Man kann Erfahrungen und Eindrücke aus seiner Arbeitswelt monatlich aktualisieren. Es ist schon erstaunlich, welche Unterschiede bei der Organisation und Umsetzung des Berufes Ergotherapie in Deutschland vorherrschen. Ein weiterer Punkt, der mich überzeugt hat, war der Unterricht bzw. die Unterrichtsform im Studium. Es findet nur ein geringer Anteil an Frontalunterricht statt. Die Themen werden stattdessen gemeinsam mit den Dozenten diskutiert, visualisiert und erarbeitet. Mir persönlich half dies enorm, Begrifflichkeiten wie zum Beispiel „Teilhabe“ und „Power-sharing“  richtig zu verstehen. Auch die richtige Anwendung von Modellen ist mir im Grund- und Hauptstudium klar geworden. Man hat nach der Ausbildung natürlich ein Grundverständnis, doch die Sicherheit, richtig damit umzugehen, wurde mir erst im Studium vermittelt. Für dieses Studienprogramm spricht zudem, dass die Ergotherapie in den Niederlanden einen hohen Stellenwert genießt und der Unterricht, im Grund- und Hauptstudium, sich nach den niederländischen Qualitätsstandards richtet. Außerdem wurde die Zuyd Hogeschool bereits mehrmals im Bereich der Gesundheitsberufe, für ihre Qualität ausgezeichnet. Ein weiterer Faktor, der bei diesem Studienprogramm oft vergessen wird, ist der soziale Aspekt. Im Naturfreundehaus - einer Art Jugendherberge, in der man während des Hauptstudiums kostengünstig wohnen kann - wird gemeinsam gekocht und die Studieninhalte werden beim gemeinsamen Abendessen aufbereitet. Dennoch muss man sich bewusst sein, dass dieses Studium nicht im Vorbeigehen zu meistern ist. Für eine erfolgreiche Gestaltung ist ein hohes Maß an Disziplin und Organisation nötig. Ein stetiges „am Ball Bleiben“ durch das Lesen von Vorbereitungstexten und das gewissenhafte Ausarbeiten der Studienaufgaben ist unabdinglich, denn dies bildet immer wieder die Grundlage für nachfolgende Vorlesungen. Trotzdem bleibt bei einigen vielleicht die Frage: Warum tut man sich neben der Arbeit noch das Lesen von Texten, das Bearbeiten von Studienaufgaben und das Schreiben einer Bachelorarbeit an? Es lässt sich wohl nicht bestreiten, dass Geld eine Rolle spielt, denn mit einem besseren Abschluss sind natürlich auch bessere berufliche Aussichten verbunden. Auch die Option, im Ausland tätig sein zu können, war ein Grund für mich, die Anstrengungen eines Studiums auf mich zu nehmen. Es ist bekannt, dass die Ergotherapie irgendwann wohl eine Hochschulausbildung werden wird - wie in den meisten anderen europäischen Ländern. Ich wollte einfach mit der Zeit gehen. Außerdem will ich als Ergotherapeut die bestmögliche Qualität an Arbeit liefern. Das ist meiner Meinung nach nur möglich, wenn man die neusten Inhalte der Ergotherapie mitbekommt und diese bei seiner Arbeit bedenkt. Zum Ende möchte ich euch noch einen kleinen Tip mitgeben: Ich weiß, dass der Punkt kommen wird, an dem man denkt, es ist zu viel Arbeit oder es laufen zu viele Arbeiten parallel. Aber es ist machbar und der Aufschrei ist oft größer als er sein müsste. Falls ihr also mal denkt, es wird alles zu viel, dann bleibt geschmeidig, denn auch das geht vorbei.


Maike Albrecht (Erfahrungsbericht Maike Albrecht, KoReHa 4, Grundstudium, berufsbegleitend.):

Die Ausbildung zur Ergotherapeutin habe ich bereits 1999 abgeschlossen. Seitdem bin ich ausschließlich im Fachbereich Psychiatrie tätig. Meine Motivation für ein Studium war, mich fachlich und persönlich als Ergotherapeutin weiterzuentwickeln und die Qualität meiner täglichen Arbeit weiter zu verbessern. Ich habe mich für das berufsbegleitende Studium der Döpfer Akademie in Kooperation mit der Hogeschool Zuyd entschieden, da dieses einen einzigartig hohen Anteil an ergotherapeutisch fachspezifischen Inhalten anbietet. Mein Berufsverständnis, meine Art zu denken, zu hinterfragen und zu arbeiten haben sich deutlich verändert. Insgesamt hat mir das erste Studienjahr damit genau das gegeben, was ich mir erhofft hatte. Ich freue mich auf das Hauptstudium!


Barbara Richter (Erfahrungen zum Hauptstudium, Barbara Richter KoReHa 3 ):

Der Übergang vom Grund- ins Hauptstudium ist gut gelungen. Der erste Tag an der Hogeschool Zuyd wurde für mich angenehm gestaltet. Obwohl viele neue Eindrücke auf uns einprallten (neue Uni, neue Studenten, der ganz "normale" Unialltag der Hogeschool) wurden wir von den Dozenten gut in Empfang genommen und auf das Wichtigste vorbereitet. In der bisher verstrichenen Zeit habe ich für mich einiges gelernt und habe herausgefunden was für mich besonders wichtig ist, um das Studium gut zu schaffen:

  • lerne deine Zeit zu strukturieren
  • teile dir deine Zeit und deine Aufgaben gut ein
  • lerne mit to do Listen zu arbeiten
  • sei immer gut vorbereitet, d.h. Schaue dir die Blockbücher gut an, denn dort stehen Termine und Aufgabenstellungen ausführlich drin
  • beherzige den Arbeitsplan, denn der enthält wertvolle Informationen
  • suche dir Gruppen mit denen du gut arbeiten kann, denn das erspart Zeit und Nerven
  • halte dich an Absprachen und kommuniziere, dann kann dir auch geholfen werden
  • und als letztes habe SPASS am studieren, dann fällt dir die Arbeit leichter :)

Sandra Grimm (Erfahrungsbericht Sandra Grimm (KoReHa 3; im Hauptstudium, studiert berufsbegleitend)):

  • Das Studium erweitert meine Sicht- und Behandlungsweise in meiner praktischen Arbeit
  • Das Studium hat mich angeregt mir neue Arbeitsfelder in meiner Arbeit zu erschließen
  • Es ist für mich oft nicht einfach die Anforderungen des Studiums neben der Arbeit zu erledigen
  • Der Austausch mit Mitstudentinnen ist sehr interessant und ich kann neue Kontakte knüpfen
  • Die Atmosphäre im KOREHA-3 ist angenehm und man erfährt eine gute Unterstützung und ein gutes Feedback von den anderen Studenten
  • Durch das Studium wächst der Anspruch an die eigene ergotherapeutische Arbeit, was im praktischen Arbeiten oft nicht direkt umsetzbar ist

Lucia Paula (Erfahrungsbericht Lucia Paula KoReHa 4 Grundstudium, studiert ausbildungsbegleitend):

Ich bin 22 Jahre alt und habe das Ergotherapie-Studium an der Döpfer-Akademie ausbildungsbegleitend begonnen. Mir war bewusst, dass das Studium eine Herausforderung wird, aber ich hatte schon zu Beginn der Ergotherapie-Ausbildung vor, zu Studieren. Ich wollte einen Studiengang wählen in dem es wirklich um Ergotherapie geht, nicht um Gesundheitswesen oder Gesundheitsmanagement im Allgemeinen. Von dem Studium an der Döpfer-Akademie habe ich mir erwartet, einen tieferen Einblick in die Ergotherapie zu bekommen, mehr zu lernen über Modelle, Denkansätze und Entwicklung der Ergotherapie. Diese Erwartungen haben sich voll erfüllt. Das Lernen an der Döpfer-Akademie ist im positiven Sinne anders, als man es wahrscheinlich von deutschen Regelschulen gewohnt ist. Durch die kleinen Klassen und die Einbeziehung eines Jeden in den Unterrichtsprozess sprechen einen die Themen persönlicher an und man prägt sie sich leichter und schneller ein. Vor allem durch viel Teamarbeit und selbstständiges Arbeiten mit den Themen, bleibt es keinesfalls bei trockener Theorie, sondern eröffnet Möglichkeiten zur praktischen Anwendung, z.B. direkt am Modultag mit einem realen Klienten. Umso länger ich studiere, umso mehr hat mich das Studium überzeugt. Ich habe immer noch oft ein Wechselbad der Gefühle, wenn eine Modularbeit ansteht und eine wichtige Prüfung in der Schule und dann noch eine Städtereise übers Wochenende mit der besten Freundin geplant ist. In diesen Momenten braucht man ein sehr gutes Zeitmanagement, man muss auch mal zurückstecken können und vor allem Prioritäten setzen, mal zu Gunsten des Studiums, mal zu Gunsten des Privatlebens. Mein Ziel ist es irgendwann selbst zu unterrichten, um unseren Beruf weiter voran zu bringen und dieses Ziel gibt mir die Motivation, die ich für das Studium brauche.


Ramona Richterich (Erfahrungsbericht Ramona Richterich, KoReHa4, Grundstudium, berufsbegleitend):

Weshalb ein duales Studium? Neben Fulltimejob und privatem Alltagsleben? Ich hab mein Examen doch bereits vor 13 Jahren gemacht! Nun, in den vergangenen Berufsjahren bemerkte ich, dass sich in der Ergotherapie einiges weiterentwickelt hat. Da sind inzwischen so Begriffe wie „Klientenzentrierung“, „Partizipation“, „Betätigungsorientierung“…Und da fragte ich mich „Wie kann ich da, neben den Anforderungen die der Job mit sich bringt, fachlich auf dem aktuellsten Wissensstand bleiben und Ergotherapie tatsächlich leben?“ Deswegen entschied ich mich für das duale Bachelorstudium. Meine Erwartungen, Entwicklungen innerhalb unserer Profession fachlich fundiert zu lernen und mein eigenes fachliches Know-how zu erweitern, erfüllen sich voll und ganz. Inzwischen kann ich sagen, dass ich „Klientenzentrierung“, „Betätigungsorientierung“, „Partizipation“ und „Alltagsorientierung“ noch mal anders und zielgerichteter verstehe und in meiner tagtäglichen Arbeit mit Klienten entsprechend beginnend umsetzen kann. Theorien, Modelle, Assessments, Evidenz-based-Practice sind für mich zunehmend nicht mehr „abstrakte Theorie“- sondern schön und wichtig, dass es das in unserem Beruf gibt. Durch das Studium merke ich zunehmend, dass dies auch „lebbar“ und essentiell ist, um eine qualifizierte Behandlung gestalten zu können. Und das nicht nur am Klienten selber sondern auch innerhalb bestehender institutioneller Rahmenbedingungen. Durch die Studieninhalte erlerne ich auch eine zunehmend professionellere Sprache, die es mir sehr erleichtert, mit anderen Berufsgruppen über stellenweise notwendige Veränderungs- und Weiterentwicklungsprozesse im Sinne einer ganzheitlichen Behandlung konstruktiv ins Gespräch zu kommen. Besonders angenehm erlebe ich die Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“ sowohl zwischen unseren Dozenten und uns als auch innerhalb unserer Studierendengruppe. So macht es Spaß, in fachliche Diskurse zu gehen und mich mit neuen Inhalten und Perspektiven kritisch konstruktiv auseinanderzusetzen. Auch wenn man die Anforderungen (zeitlich, organisatorisch, inhaltlich) eines berufsbegleitenden Studiums nicht unterschätzen sollte, kann ich absolut sagen „Die Mühe lohnt sich und es war genau die richtige Entscheidung!“


Sarah Greve (Erfahrungsbericht Sarah Greve KoReHa 3, Hauptstudium):

Das Studium an der Zuyd Hogeschool bereichert mich persönlich und in meiner Arbeit als Ergotherapeutin. Das Grundstudium war eine gute Vorbereitung auf das „richtige Studentenleben“ im Hauptstudium, in dem viel Disziplin und eigene Struktur wichtig ist. Bei der Wahl des Studiengangs war es mir besonders wichtig, die theoretischen Lerninhalte in der Praxis anwenden zu können, daher würde ich auch immer wieder so entscheiden!“